Bewegte Zeitraffer für die DJI Osmo Pocket — Motion-Timelapse ohne Grenzen
Zeitraffer mit Kamerafahrt: beliebig viele Wegpunkte, weiche Übergänge, jedes Tempo — in drei Varianten für die DJI Osmo Pocket.
Ein Motion-Timelapse — ein bewegter Zeitraffer — rafft die Zeit und bewegt dabei die Kamera: Wolken ziehen über den Himmel, während das Bild langsam schwenkt. Mit Pathset programmieren Sie diese Fahrt vorher, und die Kamera fährt sie beim Aufnehmen Bild für Bild ab — ein Gimbal-Zeitraffer mit Schwenk, Neigung und Zoom, für die DJI Osmo Pocket 3, 4 und 4P.
Was der eingebaute Motion-Timelapse der Osmo Pocket nicht kann
Die DJI Osmo Pocket bringt einen eigenen Motion-Timelapse mit. Er ist schnell eingerichtet, stößt aber bald an Grenzen: höchstens vier Wegpunkte, und das Ergebnis ist immer ein 16:9-Video. Längere oder verschlungene Bewegungen, sehr langsame Schwenks über einen längeren Zeitraum oder ein anderes Bildformat sind damit nicht möglich.
Was Pathset beim bewegten Zeitraffer anders macht
Für bewegte Zeitraffer mit der Osmo Pocket gibt es in Pathset drei Wege; das Folgende gilt für alle drei:
- Beliebig viele Wegpunkte — dazu Haltezeiten und Schleifen, mit denen aus wenigen Punkten ein langsames Hin- und Herschwenken über einen längeren Zeitraum entsteht.
- Weiche Übergänge — die Bahn läuft gerundet durch die Punkte, mit sanftem Anlauf und Auslauf statt harter Knicke.
- Jedes Tempo — auch sehr langsame Schwenks, bei denen sich das Bild kaum merklich bewegt.
- Fahrten speichern und wiederverwenden — mit Pathset Pro bleibt eine Fahrt dauerhaft erhalten, etwa für denselben Schwenk bei anderem Licht.
Eingestellt wird alles in der Aufnahme-Karte einer Fahrt, aufgenommen wird mit „Start".
Die drei Varianten im Überblick
| Variante | Kurz | Ergebnis |
|---|---|---|
| Hyperlapse | Die Kamera filmt in Echtzeit und rafft das Video selbst | fertiges Video sofort, 16:9 |
| Zeitraffer | Kamera-Zeitraffer mit kurzen Intervallen | fertiges Video sofort, 16:9 |
| Zeitraffer+ | Fotoserie mit längeren Intervallen, 1:1 möglich, Zoom folgt den Punkten | Video auf dem Telefon nach der Aufnahme |
Für alle drei gilt: So bleibt Ihr Zeitraffer scharf.
Hyperlapse mit Kamerafahrt — schnell und sofort fertig
Beim Hyperlapse filmt die Kamera in Echtzeit und rafft das Video gleich selbst: In der Zeile „Raffung" wählen Sie „Auto" oder ×2 bis ×30. Pathset fährt die Bahn dabei in normalem Tempo ab, wie bei einer Videofahrt.
Auf der Speicherkarte liegt danach sofort ein fertiges Video — nichts muss übertragen oder nachbearbeitet werden. Die Belichtung regelt die Kamera selbst.
Gut für kürzere Szenen mit Bewegung im Bild bei Tageslicht: Straßen, Wolken, Wasser, Menschenmengen.
Länge abschätzen: Fahrzeit geteilt durch die Raffung. Kachel und Aufnahme-Karte zeigen das Ergebnis an — 450 s Fahrzeit bei ×30 ergeben also 15 s Video.
Engerer Bildausschnitt. Für die Stabilisierung schneidet die Kamera im Hyperlapse etwas enger zu als im Video. Damit Sie beim Planen sehen, was später im Bild ist, zeigt Pathset diesen Ausschnitt im Livebild als gestrichelten Rahmen — richten Sie Ihre Wegpunkte danach aus, nicht nach dem ganzen Livebild. Derzeit gilt der Rahmen für die Pocket 4P; für Pocket 3 und Pocket 4 kommt er, sobald der Ausschnitt ausgemessen ist.
Zoom: Den Zoom des ersten Punkts stellt Pathset vor dem Aufnahmestart ein.
Zeitraffer mit Schwenk — kurze Intervalle, Video von der Kamera
Hier nutzt Pathset den Zeitraffer der Kamera: Sie fotografiert im festen Intervall und rechnet das Video selbst, Pathset bewegt den Gimbal zwischen den Bildern exakt auf die nächste Stelle der Bahn.
- Kurze Intervalle ab 1 s („Intervall" 1 bis 60 s in den Stufen der Kamera).
- Belichtung „Automatik" oder „Manuell" mit Verschluss und ISO — Pocket 4 und 4P bis 4 s, Pocket 3 bis 8 s (über 1 s inoffiziell, in der App erscheint ein Hinweis; mehr dazu).
- „Speichern als" Video, Video + JPEG oder Video + RAW.
- Zoom: Der Zoom des ersten Punkts gilt für die ganze Aufnahme — im Zeitraffer zoomt die Kamera nicht.
Zoom bremst den Schwenk. Ist ein Zoom eingestellt, schwenkt der Gimbal im Zeitraffer entsprechend langsamer — bei 3× etwa auf ein Drittel. Pathset rechnet das ein; ist ein Abschnitt dafür zu schnell geplant, zeigt der Editor „zu schnell" an. Dann die Fahrzeit verlängern oder weniger zoomen.
Robust: Reißt die Verbindung zum Telefon ab, nimmt die Kamera weiter auf — nur ohne Bewegung. Die Aufnahme ist damit nicht verloren.
Gut für Sonnenuntergang, Wolkenzug, Verkehr und Menschen: alles, was mit einem Intervall von 1 bis 10 Sekunden flüssig wird.
Alle Zeilen im Detail: Aufnahme-Karte, Abschnitt Zeitraffer.
Zeitraffer+ — lange Intervalle, 1:1-Fotos und Video direkt auf dem Telefon
Zeitraffer+ arbeitet anders als die beiden anderen Varianten: Pathset macht Einzelfotos im Fotomodus der Kamera und bewegt den Gimbal zwischen den Belichtungen, während die Kamera das letzte Foto noch verarbeitet. Jedes Bild entsteht also im Stillstand — scharf und ohne Bewegungsspur.
Das Video entsteht nach der Aufnahme auf dem Telefon: Pathset holt die Fotos von der Kamera, baut daraus ein Video in Fotogröße (25 oder 30 Bilder pro Sekunde) und legt es in die Fotomediathek. Auf einem aktuellen iPhone geht das zügig — fast die ganze Zeit ist Übertragung; auf älteren Android-Geräten dauert es länger und ergibt gegebenenfalls eine geringere Auflösung.
Längere Intervalle
Das Intervall sind ganze Sekunden von 2 bis 60 s. Das Minimum hängt von Kamera und Format ab: Pocket 3 ab 2 s, Pocket 4 und 4P ab 3 s, mit RAW, SuperPhoto oder langer Belichtung entsprechend länger. Angeboten wird nur, was zusammenpasst. Bei Bewegung im Bild ist eine Sekunde mehr als das Minimum entspannter.
1:1 mit vollem vertikalem Bildwinkel
Im Seitenverhältnis 1:1 nutzt die Kamera mehr Sensorfläche nach oben und unten: 3072 × 3072 Pixel statt 3840 × 2160, also rund 40 % mehr Bildhöhe. Aus dem quadratischen Video schneiden Sie später mit den normalen Werkzeugen des Telefons 16:9, 9:16 oder für Instagram 4:5 und 3:4 zu — ein Zeitraffer für alle Formate. Der eingebaute Zeitraffer der Kamera liefert immer nur 16:9.
Zoom folgt den Wegpunkten
Anders als beim Zeitraffer, wo der Zoom des ersten Punkts für die ganze Aufnahme gilt, stellt Pathset bei Zeitraffer+ den Zoom zwischen den Fotos nach — gleichmäßig von Punkt zu Punkt. So sind auch sehr langsame Zoomfahrten möglich, etwa ein allmähliches Heranzoomen über die ganze Aufnahme. (Pocket 4P bis 9×, Pocket 4 und Pocket 3 bis 2×. Die Pocket 4P wechselt bei 3× das Objektiv; an dieser Stelle kann der Bildausschnitt leicht springen.)
Fotogröße, Dateiformat und RAW
- SuperPhoto (nur Pocket 4 und 4P, 8K-Fotos): Das Video entsteht in halber Größe, die Verarbeitung dauert länger. Wer die volle Auflösung braucht, baut das Video am Rechner aus den Fotos.
- JPEG + RAW für die Nachbearbeitung am Rechner: Das Video in der App entsteht aus den JPEGs, die DNG-Dateien bleiben auf der Karte. Mit „Nur RAW" gibt es kein Video in der App; bei der Pocket 3 steht „Nur RAW" nicht zur Verfügung.
- Fotos auf der Karte bleiben standardmäßig erhalten. Auf Wunsch löscht Pathset sie — aber erst, wenn das Video in der Fotomediathek liegt. Bei der Pocket 3 ist das Löschen derzeit nicht möglich, die Fotos bleiben.
Livebild: das letzte Foto
Ist das Livebild eingeschaltet, zeigt Pathset nach jeder Aufnahme das zuletzt aufgenommene Foto. Auch nachts mit langer Belichtung sehen Sie damit, was die Kamera wirklich aufnimmt. Ist es aus, ruft Pathset keine Vorschaubilder ab.
Längere Läufe
Telefon verbunden und App offen lassen, bis das Video fertig ist. Mit dem Batteriegriff hielt eine Pocket 4P im Test rund eineinhalb Stunden durch. Läuft die Kamera am Ladegerät, kann sie sich unter Last stark erwärmen und das Laden verweigern — dann kühl aufstellen.
Kunstlicht: Bei Lampenlicht können durch Flimmern dunkle Streifen durchs Bild laufen. Abhilfe: Belichtung „Manuell" mit 1/50 s oder 1/100 s (bei 50-Hz-Netz).
Gut für Nachtaufnahmen und Sternenhimmel mit langen Belichtungen, sehr langsame Schwenks über einen längeren Zeitraum und Inhalte für Hoch- und Querformat aus einer einzigen Aufnahme.
Alle Zeilen der Aufnahme-Karte im Detail: Aufnahme-Karte, Abschnitt Zeitraffer+.
Scharf bleiben: Fokus beim Zeitraffer
Die Zeile „Fokus" der Aufnahme-Karte gilt für alle Aufnahmemodi der Osmo Pocket, auch für Video, Zeitlupe und Hyperlapse:
- „AF-C" (Standard für neue Fahrten): Die Kamera stellt laufend nach. Das ist die sicherste Wahl — das Risiko eines durchweg unscharfen Zeitraffers ist hier am geringsten.
- „AF-S": Die Kamera hält einen festen Fokus für die ganze Aufnahme — kein Pumpen, kein Nachfokussieren auf den Vordergrund oder bei Dunkelheit. Sie übernimmt dafür den Fokus, den sie zuletzt hatte: etwa den, den sie zuvor mit AF-C gefunden hat, oder einen, den Sie in der Hersteller-App „Mimo" gesetzt haben.
- „Wie an der Kamera": Pathset ändert den Fokusmodus nicht. Das ist richtig, wenn Sie an der Kamera oder in „Mimo" schon AF-S auf einen Punkt gesetzt haben — dieser Fokus bleibt dann erhalten. In der Kamera gilt er für alle Modi, bis sie ausgeschaltet wird.
Darunter steht, in jedem Fokusmodus, die Option „Bei Punkt 1 auf Bildmitte fokussieren" (Standard: Nein). Mit „Ja" tippt Pathset einmal auf die Bildmitte, sobald die Kamera den ersten Wegpunkt erreicht hat — wie ein Fingertipp in „Mimo". Bei AF-S hält die Kamera diesen Fokus danach für die ganze Aufnahme, bei AF-C setzt sie dort ihren Fokuspunkt. Hat Pathset bei AF-S getippt, stellt es die Kamera nach der Aufnahme wieder auf AF-C — der Fokusmodus gilt in der Kamera für alle Modi.
Tipp für Nachtaufnahmen: Findet die Kamera nachts am ersten Wegpunkt nichts zum Scharfstellen, fügen Sie einen zusätzlichen ersten Wegpunkt ein, der nur zum Fokussieren dient: Er zeigt in der Bildmitte ein gut fokussierbares Objekt in passender Entfernung — eine beleuchtete Kante, eine Laterne, den Horizont. Mit „AF-S" und „Bei Punkt 1 auf Bildmitte fokussieren" sitzt der Fokus dann für die ganze Aufnahme. Erst der zweite Wegpunkt ist die eigentliche Startposition. Ist der eigentliche Start gut fokussierbar, sparen Sie sich den Zusatzpunkt.
Häufige Fragen zum Motion-Timelapse
Welche Variante soll ich nehmen?
Hyperlapse für kurze Szenen, die sofort fertig sein sollen. Zeitraffer für kurze Intervalle: Die Kamera rechnet das Video und nimmt bei einem Verbindungsabbruch weiter auf. Zeitraffer+ für lange Intervalle, Nachtaufnahmen, 1:1 für mehrere Ausgabeformate und das Video direkt auf dem Telefon.
Warum dauert Zeitraffer+ nach der Aufnahme noch?
Weil die Fotos erst von der Kamera übertragen und dann zum Video gerechnet werden. Auf einem aktuellen iPhone ist das meist in wenigen Minuten erledigt, auf älteren Android-Geräten dauert es länger.
Bleiben die Fotos erhalten?
Ja, standardmäßig bleiben alle Fotos auf der Speicherkarte. Optional löscht Pathset sie nach dem Video — und zwar erst, wenn es in der Fotomediathek liegt. Bei der Osmo Pocket 3 wird das Löschen derzeit nicht unterstützt, dort bleiben die Fotos immer.
Funktioniert das mit der Insta360 Luna?
Teilweise. Die Luna Ultra kann einen Zeitraffer mit Gimbalfahrt (derzeit experimentell, dafür mit Zoom, Belichtung bis 30 s und 180°-Regel) und TimeShift. Zeitraffer+ und Hyperlapse gibt es nur für die Osmo Pocket; bei der Luna Pro fehlt der Kamera-Firmware bisher die Grundlage für Zeitraffer und TimeShift.